Wir sehen Ziegeldächer und Fischschuppen und merken sofort: da gibt’s doch was, was zusammenpasst. Ein Sachbuch über konvergente Muster im menschlichen Verhalten.
Mehr zum Gedanken dahinter (Tacit Knowledge, Menocchio) in meinem Beitrag De, In, Ab.
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Wenn man nach Schwiegervater und Schwiegertochter sucht, bekommt man sehr einschlägige Ergebnisse. Warum ist das so? Es scheint, als ob hier extra Lücken gelassen wurden, quer durch unterschiedliche Kulturen, wo wir nicht möchten, dass mehr als eine höfliche Distanz herrscht. Solche Stief-Beziehungen gibt es auch in der Unternehmenswelt, wenn Firmen über Jahre hinweg Partnerschaften und Verträge pflegen, sodass diese eine Art Loyalität gegenüber Firmen erhalten, die von dem Partner beauftragt werden. Quasi eine Art „soft" Power, die das Universum wie ein Magnet um sich herum biegt.
In diesem Buch beleuchte ich konvergente Muster in Verhaltensweisen von Menschen, die sich durch verschiedene Kulturen und sozio-ökonomische Klassen hindurchziehen. Tauche ein in die philosophische Welt der Muster und lerne mehr über automatisch gelernte Verhaltensweisen von Menschen — und vielleicht auch über dich selbst.
Vieles davon ist implizites Wissen — tacit knowledge, wie Michael Polanyi es nannte: wir wissen mehr, als wir sagen können. Genau dieser Sprung, ein Muster zu erkennen, bevor man es erklären kann, hat mich auch zu Menocchio geführt, dem Müller aus dem 16. Jahrhundert, der aus Käse und Würmern eine ganze Kosmologie baute.
Hieß erst mal nur „Liber Nulliparous" (Latein für „kinderlos") als Platzhalter-Titel für ein Buch ohne Inhalt. Jetzt hat es einen echten Titel und einen echten Klappentext — nur eben noch kein Buch drumherum.